Wissenschaftskommission 19.3.2026
Fachvortrag Geopolitischer Wandel und Multilateralismus
Die Neuvermessung der Welt als Geschäftsmodell (Werther-Pietsch, Die Presse, Gastkommentar, 19.12.2025) lässt die internationale Politik immer transaktionaler erscheinen und die These “Economisation of Everything” rückt offen in den Vordergrund. Informelle und flexible Kooperationsformen bilden bereits eine weniger regelgebundene, stärker situationsbezogene, aber auch machtpolitisch ausgeprägte Weltnetzordnung. Geopolitische Konkurrenz, wirtschaftliche Interessen und flexible Machtarrangements verschärfen die internationalen Beziehungen, normative Ordnungsmuster werden geschwächt, sind aber nicht irrelevant.
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Complexity as an obstacle and energiser
Komplexität treibt die Welt, sie ist Hindernis und Impulsgeber zugleich. Die New School of Multilateralism versucht Komplexität in den normativen Raum aufzunehmen, ohne Universalismus aufzugeben - vielfältige Lösungen für unterschiedlichste Situationen und dennoch eine kohärente und verständliche Basis für die Entscheidungsfindung zu bieten. Wie bewältigen wir die wachsende Komplexität in internationalen Beziehungen? Wie reagieren wir auf die Krise des bestehenden Völkerrechts?
Antworten finden auf die großen Fragen unserer Zeit.
Verstehen, ableiten, handeln. Zwischen alter Ordnung und neuen Pfaden, so der Komplexitätsforscher Guido Strunk, liegt "die Krise". In Krisenzeiten balanciert die Zukunft auf der Messerschneide – schlägt das Pendel nach links oder rechts aus? Entscheidungen müssen in einem Umfeld unvollständiger Information gefällt werden. Der Ausweg ist regelmäßig, Optionen zu entwickeln und spielerisch nach Lösungen zu suchen - von Kelsen's Idealismus, über Kissinger's realistischen Weltentwurf bis hin zu Koskenniemi's mystischem "there is something above sovereignty".
Betrifft: die Zukunft internationaler Beziehungen
Wir sind eine Gruppe von Akademiker:innen an Universitäten, in Think Tanks, aus der Diplomatie und internationalen Organisationen, befassen uns mit Zukunftsfragen der gesellschaftlichen Entwicklung, den sich ändernden Lebensbedingungen und Gewohnheiten, faktischen Verschiebungen in den geopolitischen Machtverhältnissen und deren Auswirkungen auf internationale Zusammenarbeit und Recht. Unsere Plattform widmet sich Modellen internationaler Beziehungen der Zukunft.
Neue Allianzen und Interessengruppen werden identifiziert, veränderte Rahmenbedingungen analysiert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Informationsgesellschaft. Folgen der Klimakrise und des enormen technologischen Fortschritts werden entworfen. Zusammengefasst: Im Fokus stehen Krisenmanagement mit einem speziellen Fokus auf Frieden und Konflikte, Stärken und Schwächen des multilateralen Systems, von Demokratien sowie die Schlussfolgerungen, die sich aus der zunehmenden Erosion des Völkerrechts ergeben (siehe Mission Statement).
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Priv.-Doz. Mag. Dr. MinR Ursula Werther-Pietsch
Institut für Umweltsystemwissenschaften
Mo 15:00 h, nach Anmeldung über E-Mail (Uni Wien)
ORCID: No. https://orcid.org/0009-0009-6740-9023